Niederschlagsstationen (großteils vollautomatisch) im privaten Messnetz, Markierung je nach Höhenlage
Stand: Mai 2025
Der Abstand zwischen der Station und dem nächstgelegenen Hindernis sollte mindestens der halben Höhendifferenz zwischen Hindernis und Auffangfläche des Niederschlagsmessers betragen (WMO, Class 4- Standort) – gemäß der WMO handelt es sich bei einzelnen Stationen sogar um Class 1-Standorte, die meisten gehören der Class 2 oder 3 an, wenige der Class 4. Class 5-Standorte gibt es im privaten Messnetz nicht. Nur in Ausnahmefällen sind in Richtung Osten auch näherliegenden Hindernissen geringere Abstände akzeptabel. Diese Lockerung berechtigt sich durch das sehr seltene Auftreten von Niederschlägen aus dieser Richtung, der Großteil der Niederschlagsereignisse in der Region zieht von Westen in den Schwarzwald herein.
Alle sich im Einsatz befindlichen Messgeräte wurden zuvor über einen langen Zeitraum mit dem offiziellen Niederschlagsmesser nach Hellmann getestet. Es zeigten sich unabhängig von der Wetterlage bzw. der Niederschlagsintensität keine auffälligen Abweichungen.
Der automatische Niederschlagsmesser arbeitet nach dem Kippwaagenprinzip. Ab einem bestimmten Niederschlagsvolumen kippt eine Waage im Inneren des Geräts um und löst einen Impuls aus. Die Geräte verfügen über eine hohe Auflösung von 0,26 mm. Der Messbereich verläuft von 0 bis 300 mm/h und erfasst damit selbst schwerste Gewitter. Die Form des Auffangbehälters verhindert Fehlmessungen bei sehr hohen Niederschlagsraten.
Die Messstationen sind aktuell noch unbeheizt und in der kalten Jahreszeit damit nur bedingt verwendbar. An einigen automatischen Stationen wird bei festen Niederschlägen die Niederschlagsmenge zusätzlich manuell aufgezeichnet.
Im Dezember 2020 begann eine weitere Vergleichsmessung zwischen dem automatischen Niederschlagsmesser im Stationsnetz mit dem neuesten Messgerät des Deutschen Wetterdienstes. Die Messreihe läuft auch aktuell noch.